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THEMA: Brüggen TAuchpumpe mit Gummisack

Brüggen TAuchpumpe mit Gummisack 3 Jahre 6 Monate her #34518

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Hallo,

ich finde das Brüggen-Prinzip mit dem Tauchsack für kleine Boote sehr interessant. Kann mir jemand sagen, was das System an Bauraum baucht? Da ist die Website von Modell-Uboote ja eher wage, außer dass es die Außenmaße der Schlauchpumpe gibt.

Cheers Andreas

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Brüggen TAuchpumpe mit Gummisack 3 Jahre 6 Monate her #34520

  • Hermann
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Hallo Andreas,
der benötigte Bauraum hängt unmittelbar davon ab, welches Volumen an Ballastwaser du haben möchtest und welche Förderleistung die Pumpe haben soll; deren Größe hängt auch von der Förderleistung ab.

Ein ähnliches Tauchsystem habe ich übrigens schon seit fast 40 Jahren bei meinem Modell U16 (Klasse 206a, damals noch als Klasse 205 gebaut) verwirklicht, mit selbstgebauter Schlauchpumpe und starrem Tank, der in flexible "Luftsäcke" (Bohnerwachstuben) entlüftet wird. Das System ist auch nach dem Umbau des Bootes an Bord geblieben und nach wie vor in Betrieb. Die Pumpe hat (bei moderater Drehzahl) eine Förderleistung von ca. 1/2 Liter pro Minute und einen Gehäusedurchmesser von 100mm, sie ist imstande, einen Druck von über 1bar aufzubauen. Viel mehr als 1,5 bar sollte man aber mit Rücksicht auf den Pumpenschlauch nicht fahren.
Die Pumpe benötigt keinerlei Ventile, pumpt bidirektional und sperrt bei Stillstand den Wasserstrom ab (d.h. die Tankfüllmenge ändert sich nicht).

Dieses System hat den Vorteil, dass es ohne Gleitdichtungen auskommt, Ballastmengen sehr fein dosierbar sind ("wenn es sein soll "tröpfchenweise"), man noch mit wenig Akkuleistung gegen hohen Tauchdruck anarbeiten kann und dass die Pumpe den Außendruck abfängt; der Ballasttank ist druckentlastet und kann deshalb auch weniger druckstabile Formen haben. Man kann den Tank auch so ausbilden, dass das Boot beim Fluten keine störende Schwerpunktwanderung und Lastigkeit hat. Gegenüber einem längeren Tauchsack hat der feste Tank den Vorteil, dass das Wasser nicht stark in Längsrichtung schwappt und dass der Tauchtank eine feste Form hat. Er kann z.B. problemlos aus Blech und zuverlässig dicht gelötet werden. Allerdings nimmt dieses System wegen der flexiblen Abluftbehälter mehr Platz ein.
Wegen der relativ geringen Förderleistung einer Schlauchpumpe sind aber die Zeiten zum -und Auftauchen meist länger als bei dem sonst so weit verbreiteten Kolbentank.
Gruß

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Brüggen TAuchpumpe mit Gummisack 3 Jahre 6 Monate her #34527

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Schönes System, aber warum niht das Wasser im Sack? Der zusätzliche Gummisack für die Luft nimt ja zusätzlich Platz weg.

ZUm Bauraum: Mir gehts explizit um den Platz den ein Brüggen Gummisack benötigt. Ich konstruiere meine Boote ja gerne vorher am CAD und entscheide dann ob ich das umsetze. Deshalb hätte ich gerne gwußt, was der an Platz braucht. Und auf verdacht das System kaufen um das dann ausmessen zu können.....muss nicht sein. Die Pumpe von Brüggen ist im übrigen auch eine Schlauchpumpe. Das hat mich auch übezeugt......

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Brüggen TAuchpumpe mit Gummisack 3 Jahre 6 Monate her #34530

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Hermann schrieb: ...der benötigte Bauraum hängt unmittelbar davon ab, welches Volumen an Ballastwaser du haben möchtest und welche Förderleistung die Pumpe haben soll; deren Größe hängt auch von der Förderleistung ab.

... Gegenüber einem längeren Tauchsack hat der feste Tank den Vorteil, dass das Wasser nicht stark in Längsrichtung schwappt und dass der Tauchtank eine feste Form hat... Allerdings nimmt dieses System wegen der flexiblen Abluftbehälter mehr Platz ein...


Hallo Andreas,
ich kenne zwar Norbert Brüggen persönlich, entwickle aber eigenständig und habe deshalb keinen näheren Überblick über seine Angebote. Ich vermute aber, dass er keine fest formatierten Tauchsäcke anbietet und das du die Abmessungen nach deinen eigenen Erfordernissen (Ballastwassermenge, Längen- und Breitendimension) festlegen kannst bzw. musst. Somit hättest du alle Freiheitsgrade offen und könntest, da du sowieso erst CAD Entwürfe machst, dir für eine vorgegebene Ballastwassermenge auch die räumliche Ausdehnung des Tanks ermitteln (oder umgekehrt bei vorgegebenen Abmessungen den möglichen Tankinhalt).

Was übrigens den Sinn eines starren Tauchtanks angeht, so hat er eine feste Gestalt und kann an der für ihn vorgesehene Stelle den Platz gut ausnutzen (was der rundliche Gummisack nicht so gut kann). Der feste Tank ist unempfindlich gegen Verletzungen und kann nicht auslaufen (in die flexiblen Abluftbehälter gelangt ja normalerweise kein Wasser hinein). Der Tank kann kurz und gedrungen mit großem Querschnitt ausgebildet werden und bewirkt dann auch bei Schräglage und Teilfüllung kaum Schwerpunktswanderung. Natürlich ist das benötigte Volumen, wie ich schon geschrieben hast und du auch noch einmal bemerkt hast, deutlich größer. Allerdings kann die Abluft auf mehrere kleinere Luftsäcke aufgeteilt werden (so wie bei mir), die sich auch an ansonsten ungenutzten Stellen unterbringen lassen, auch beliebig in Relation zum Schwerpunkt oder Auftriebsmittelpunkt.
Es ist halt ein weiteres System aus einer Vielzahl von Möglichkeiten; ich habe es Mitte der 70er Jahre noch während der Studienzeit für mein erstes Boot erdacht und es hat sich über die vielen Jahre gut bewährt.
Gruß

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Brüggen TAuchpumpe mit Gummisack 3 Jahre 5 Monate her #34554

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Noch mal ne Frage zu den in deinen Skizzen angedeuteten Ruderanlenkungen. Wie hast du die gelöst? Sind das Bälge?

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